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Berufsbild · Mittelschule und Maturität

Berufsmaturität — was sie ermöglicht und wer reinpasst

Die Matura für Lernende: BM1 während der Lehre, BM2 danach. Sie öffnet die Fachhochschulen, mit der Passerelle auch Universitäten und Pädagogische Hochschulen.

·6 Min Lesezeit

Auf einen Blick

Offizieller Name
Berufsmaturität (BM1 und BM2)
Trägerschaft
SBFI (Bund, Rahmenlehrplan und Verordnung) und die Kantone (Berufsmaturitätsschulen)
Bildungsverordnung
Berufsmaturitätsverordnung (BMV) vom 24. Juni 2009 (SR 412.103.1); Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität vom 18. Dezember 2012 (RLP-BM)
Dauer
BM1: 3 oder 4 Jahre, gleich lang wie die Lehre, parallel dazu. BM2: 1 Jahr Vollzeit oder 1.5–2.5 Jahre berufsbegleitend, nach der Lehre.
Abschluss
Eidgenössisch anerkanntes Berufsmaturitätszeugnis (Zugang zu den Fachhochschulen)

Wofür die Berufsmaturität Türen öffnet

  • Zugang zu den Studiengängen der Fachhochschulen.
  • Mit bestandener Passerelle (Ergänzungsprüfung) Zugang zu Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in allen Studiengängen.
  • Fünf Ausrichtungen: Technik, Architektur, Life Sciences; Natur, Landschaft und Lebensmittel; Wirtschaft und Dienstleistungen; Gesundheit und Soziales; Gestaltung und Kunst.
  • Unterricht in drei Bereichen: Grundlagenbereich (allgemeinbildende Fächer), Schwerpunktbereich und Ergänzungsbereich; die Inhalte unterscheiden sich je nach Ausrichtung.
  • Zum Abschluss gehört eine interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA).

Wer passt zu diesem Weg

  • Lernende, die ihr Allgemeinwissen vertiefen und ihre beruflichen Kenntnisse erweitern wollen.
  • Wer nach der Lehre an einer Fachhochschule studieren möchte.
  • Wer sehr gute schulische Leistungen mitbringt: BM1 ist zusätzlicher Unterricht neben Lehrbetrieb und Berufsfachschule.
  • Wer erst nach der Lehre entscheidet, kann die BM2 absolvieren, im Vollzeit- oder im berufsbegleitenden Modell.

Eintrittsanforderungen

  • Zulassung nach den Bestimmungen des Kantons: je nach Kanton Zeugnisnoten oder eine Aufnahmeprüfung
  • BM1: Lehrvertrag und Start nach der obligatorischen Schule, parallel zur Lehre
  • BM2: abgeschlossene Lehre, Start nach dem EFZ
  • Wer die Berufsmaturität nicht an einer Schule absolviert, kann die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung (EBMP) des SBFI ablegen, in zwei Teilprüfungen

Wie geht es weiter

  • Fachhochschule (Bachelor)
    Die Berufsmaturität gibt Zugang zu den Studiengängen der Fachhochschulen.
  • Passerelle, danach Universität oder Pädagogische Hochschule
    Die Ergänzungsprüfung Passerelle öffnet mit der Berufsmaturität die Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in allen Studiengängen.

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Quellen

Zugegriffen am 7. Oktober 2026. Wenn eine Quelle aktualisiert wurde, schreib uns auf info@bestanden.ch.